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Projekte
EMP Elementare
Musikpädagogik
Projekte - Elementare Musikpädagogik
 Projekt_EMP_Lehrplan.pdf
 Projekt_EMP_Facettenberichte.pdf
Der EMP-Lehrplan ist als gedruckte Broschüre (Regenbogen-Cover) zum Preis von 3,30 UR (inkl. MWSt., exkl. Versandkosten) bei der Koordinationsstelle der KOMU erhältlich. Schreiben Sie ein Mail an:  office@komu.at
Broschüre „Kooperationen von Schulen und Musikschulen“  www.bmbf.gv.at
Elementare Musikpädagogik
Lehrplan
Eine Projektarbeit der Fachgruppenleiterinnen und Fachgruppenleiter für Elementare Musikpädagogik
Unterstützt durch die Konferenz der österreichischen Musikschulwerke (KOMU) mit Unterstützung des Bundeskanzleramts
Inhaltsverzeichnis
1. Allgemeiner Teil
1.1 Elementare Musikpädagogik
1.2 Unterrichtsziele
1.3 Methodisch-didaktische Grundsätze
1.4 Aktionsbereiche und Unterrichtsinhalte
1.5 Rahmenbedingungen
2. Fachspezifischer Teil
2.1 Elementarer Musikunterricht für Eltern-Kind-Gruppen
2.2 Elementarer Musikunterricht für Kinder von 4 bis 6 Jahren
2.3 Elementarer Musikunterricht für Kinder von 6 bis 12 Jahren
2.4 Elementarer Musikunterricht für Jugendliche
2.5 Elementarer Musikunterricht für Erwachsene
2.6 Elementarer Musikunterricht für Seniorinnen und Senioren
2.7 Elementarer Musikunterricht für Menschen mit Behinderung
3. Facetten des Elementaren Musikunterrichts
Berichte über Unterrichtsangebote aus den einzelnen Bundesländern Österreichs und Südtirol
4. Literatur
• Musikpädagogik
• Unterrichtswerke
• Bewegung, Tanz
• Bilderbücher
• Reime, Texte
• Liedersammlungen
• CDs und DVDs
1. Allgemeiner Teil
1.1.Elementare Musikpädagogik
Der Fachbereich Elementare Musikpädagogik (EMP) beschäftigt sich mit Zielen, Inhalten und Methoden des elementaren Musizierens. Dabei sind Musik, Bewegung, Tanz, Stimme und Sprache eng miteinander verbunden.
Alle Grundsätze der EMP gelten unabhängig von Alter oder Vorbildung gleichermaßen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Elementares Musizieren ist für jeden erleb- und erlernbar.
Der Unterricht findet in Gruppen statt und ermöglicht einen ganzheitlichen, kreativen, prozess- und handlungsorientierten Umgang mit Musik und Bewegung. Kreative Betätigung und aktive Beteiligung stehen im Vordergrund.
Im Bereich der EMP gibt es folgende Angebote:
sowie Elementaren Musikunterricht mit speziellen Schwerpunkten wie z.B.:
Ergänzende und begleitende Unterrichtsformen:
1.2.Unterrichtsziele
Ziele und Kompetenzerweiterungen im musikalischen Bereich:
Das Musizieren und die musikalische Kompetenzerweiterung stehen im Zentrum des Unterrichts.
Ziele und Kompetenzerweiterung im Bewegungs- und Tanzbereich
Der Elementare Musikunterricht kann zusätzlich Kompetenzen in folgenden Bereichen fördern
1.3.Methodisch-didaktische Grundsätze
Ganzheitlichkeit
Elementare Musikpädagogik spricht den Menschen in seiner Gesamtheit von Körper, Intellekt und Emotionalität an. EMP nimmt den "ganzen Menschen" in den Blick, indem sinnliches und emotionales Erleben ermöglicht wird und kognitive Einsichten gefördert werden.
Handlungsorientierter Unterricht
Elementarer Musikunterricht ermöglicht eigenständiges Handeln in den Bereichen Musik, Bewegung, Stimme und Sprache.
Verknüpfung und Wechselwirkung von Musik, Bewegung, Stimme, Sprache
und bildnerischer Gestaltung In der EMP wird Musik mit Bewegung, Tanz, Stimme, Sprache und bildnerischem Gestalten methodisch verknüpft und dadurch in Beziehung zueinander gestellt.
Verbindung von Aktionsbereichen
Die Unterrichtsplanung berücksichtigt eine sinnvolle Wechselwirkung, Verknüpfung und Abwechslung folgender Aktionsbereiche: (Details zu den Aktionsbereichen, siehe Aktionsbereiche und Unterrichtsinhalte 1.4)
Lernform Spiel
In der EMP ermöglicht das Spiel den Menschen grundlegende Erfahrungen, die eine wesentliche Basis für das spätere rationale Erschließen bilden. Spiel prägt den Unterricht und ermöglicht einen lustvollen Zugang zu Unterrichtsthemen. Dabei kann auch Raum für freie Spielphasen bleiben.
Erleben - Erkennen - Benennen
Der Lernprozess führt aus der Praxis zur Theorie und somit zum Verständnis. Die Einbeziehung und Vernetzung verschiedener Wahrnehmungsbereiche (auditiv, visuell, taktil, kinästhetisch, vestibulär) ermöglicht individuelle Erfahrungen, die durch die Reflexion in der Gruppe noch bereichert werden und zum buchstäblichen "Be-greifen" führen.
Prozessorientierter Unterricht
Im Elementaren Musikunterricht steht nicht nur das Resultat im Vordergrund. Dem individuellen Lernprozess – primär in der musikalischen, aber auch in der kreativen, sozialen, körperlichen, kognitiven und emotionalen Entwicklung - kommt besondere Bedeutung zu. Die abrufbare Leistung tritt in den Hintergrund.
Raum für kreative Prozesse
Der Elementare Musikunterricht bietet "Frei- und Spiel-Räume" für den persönlichen Ausdruck und individuelle Lösungen. Exploration und Improvisation haben im Unterricht genauso Platz wie Komposition, Gestaltung, Variation und Reproduktion.
Struktur in der Unterrichtsgestaltung
Der Aufbau der Unterrichtseinheit ergibt durch eine sinnvolle Reihung (Einstimmung – Entwicklung – Vertiefung – Abschluss) einen Spannungsbogen. Ebenso soll bei der längerfristigen Planung ein logischer Aufbau berücksichtigt werden. Reflexion ist Bestandteil jeder Planung. Rituale und Wiederholungen geben Sicherheit und Struktur.
Flexibilität in der Durchführung
Stundenplanung ist wichtig und gibt allen Beteiligten Sicherheit. Dennoch hat der Dialog zwischen Pädagogin/Pädagoge und der Gruppe sowie die Interaktion innerhalb der Gruppe im Unterricht einen hohen Stellenwert. Daher agiert und reagiert die Lehrkraft situationsbezogen und flexibel.
Anpassung der Inhalte und Methoden an die Zielgruppe
Die Auseinandersetzung mit Musik über Bewegung, Sinne, Körper, Stimme, Sprache, Instrumente und bildnerisches Gestalten ist unabhängig von Alter und Entwicklungsstand. Alters- und entwicklungsabhängig sind die Auswahl der Inhalte, die Komplexität des Angebots, das Fortschreiten beziehungsweise die Steigerung, die Betrachtungsweise sowie die Methoden des elementaren Umgangs mit Musik und Bewegung.
Wechsel der Aktionsphasen
Im Unterricht wechseln die Aktionsphasen ab, um einerseits jeden Menschen in seiner Ganzheitlichkeit und andererseits unterschiedliche Persönlichkeiten und Lerntypen anzusprechen.
Die Inhalte werden durch verschiedene Herangehensweisen erlebt und erarbeitet. Auf folgenden Ebenen finden Wechsel statt:
Bedeutung der sozialen Komponente
Elementarer Musikunterricht findet aus methodisch-didaktischen Gründen in der Gruppe statt. Musik, Bewegung, Stimme und Sprache sind kommunikative Ausdrucksformen. Soziale Prozesse beeinflussen die musikalische und künstlerische Entwicklung positiv.
Die EMP bietet gute Voraussetzungen für Integrationsgruppen.
Die Qualität des Elementaren Musikunterrichts ergibt sich aus der Vernetzung der methodisch-didaktischen Grundsätze.
Gruppenkonstellationen, gruppendynamische und kreative Prozesse, Alter der Zielgruppe und andere Komponenten bewirken, dass bestimmte methodisch - didaktische Grundsätze phasenweise in den Vordergrund treten.
1.4. Aktionsbereiche und Unterrichtsinhalte
Alle Aktionsbereiche und Unterrichtsinhalte der EMP werden im Unterrichtsablauf in vielfältigen Kombinationen angeboten, sind miteinander verknüpft, ergänzen einander und stehen in Wechselwirkung zueinander.
Aktionsbereiche
1. Singen und Sprechen
2. Bewegung und Tanz
3. Sinneserfahrungen
4. Elementares Musizieren mit Instrumenten
5. Musik hören
6. Musiklehre
7. Instrumenteninformation
1. Singen und Sprechen
Die Stimme ist als vielseitiges und ureigenstes Instrument ein wesentliches Ausdrucksmittel des Menschen, das ihn sein ganzes Leben hindurch begleitet.
Unterrichtsinhalte:
2. Bewegung und Tanz
Bewegung ist ebenso wie die Stimme ein elementares Ausdrucksmittel des Menschen. Bewegung, tänzerische und szenische Gestaltungen sprechen Kinder und Erwachsene ganzheitlich auf mehreren Ebenen an und sind gute Voraussetzungen für ein weiterführendes musikalisches Lernen.
Unterrichtsinhalte:
3. Sinneserfahrungen
Die Sensibilisierung der Sinne ist Voraussetzung für eine differenzierte Wahrnehmungsfähigkeit. Sie wirkt mit unterschiedlichen Aufgabenstellungen in alle anderen Aktionsbereiche der EMP hinein.
Unterrichtsinhalte:
Entwickeln und Sensibilisieren des auditiven Wahrnehmungsvermögens
Entwickeln und Sensibilisieren des taktilen Wahrnehmungsvermögens
Entwickeln und Sensibilisieren der kinästhetischen (propriozeptiven) Wahrnehmung
Entwickeln und Sensibilisieren der visuellen Wahrnehmung
Entwickeln und Sensibilisieren der vestibulären Wahrnehmung
4. Elementares Musizieren mit Instrumenten
Das Spiel auf Instrumenten (z.B. Stabspielen, Perkussionsinstrumenten, körpereigenen Instrumenten und anderen Klangerzeugern) weckt die Freude am gemeinsamen Musizieren. Es können aber auch traditionelle Instrumente in der elementaren Musizierpraxis eingesetzt werden. Durch klare Aufgabenstellungen und strukturierte Aktionen wird Raum geschaffen Musik zu erleben. Strukturen des Instrumentalspiels sind z.B. Imitation, geplante Gestaltung, Reproduktion und Improvisation.
Unterrichtsinhalte:
5. Musikhören
Musikhören bedeutet, sich bewusst und aufmerksam der Musik zuzuwenden und die Eindrücke in verschiedener Weise wirken zu lassen. Strukturelles Hören von Musik ist ebenso von Bedeutung wie das subjektive Empfinden des emotionalen Gehalts.
Unterrichtsinhalte:
6. Musiklehre
Musiklehre umfasst Informationen über allgemeine Grundlagen der Musik. Das Besondere des Elementaren Musikunterrichts ist, dass die Teilnehmer/innen alle Inhalte dieses Aktionsbereiches durch eigene praktische Erfahrungen selbst erleben und gestalten können.
Unterrichtsinhalte:
7. Instrumenteninformation
In diesem Unterrichtsbereich werden verschiedene Instrumente und deren Einsatzmöglichkeiten vorgestellt. Die Instrumenteninformation hat in den verschiedenen Zielgruppen der EMP unterschiedliche Gewichtung.
Unterrichtsinhalte:
1.5. Rahmenbedingungen
1. Raum
Der Raum sollte folgende Kriterien erfüllen:
Dieser Raum darf auch bei anderweitiger Benützung nicht mit Straßenschuhen betreten werden, andernfalls ist er vor dem Elementaren Musikunterricht zu reinigen. Bei den Einrichtungsgegenständen des Raumes sind mögliche Gefahrenquellen (scharfe Kanten, spitze Ecken, hängende Lampen, usw.) zu vermeiden und es sollten keine ungenutzten Gegenstände im Raum stehen. Instrumentarium und andere Materialien müssen im gleichen oder angrenzenden Raum gelagert sein.
2. Arbeitsmittel
3. Arbeitsmittel für die Schüler/innen
4. Instrumenten-Grundausstattung EMP (für 12 Teilnehmer/innen):
1 Altglockenspiel diatonisch (16 Stäbe) + Schlägel
1 Sopran-Metallophon diatonisch (16 Stäbe) + Schlägel
1 Alt-Metallophone diatonisch (16 Stäbe) + Schlägel
2 Sopran Xylophone diatonisch (16 Stäbe) + Schlägel)
3 Alt-Xylophone diatonisch (16 Stäbe) + Schlägel
Bassklangstäbe (C, D, E, F, G, A, H) oder
1 Bass-Xylophon diatonisch (16 Stäbe) + 2 Paar Schlägel
13 Paar Xylophonschlägel
1 Kasten Klangbausteine
2 Drehpauke (Ø 40 und 60 cm) + Schlägel
10 Trommeln (z.B. Rahmentrommeln, Floor Drums) (Ø 20/25/30 cm, Naturfell)
2 Rahmenschellentrommeln (Ø 25 cm, Naturfell)
1 Paar Cymbeln (Ø 15 cm)
2 Paar Fingercymbeln
1 Becken (Ø 30 cm)
13 Paar Claves (Ø 18 cm)
2 Holzblocktrommeln + Schlägel
2 Holzröhrentrommeln + Schlägel
3 Paar Maracas
1 Wooden Agogo
1 Agogo Bells
1 Cabasa
2 Triangeln (15 cm)
1 Triangel (20 cm)
2 Guiro
1 Schellenrassel
2 Schellenkränze
1 Glockenkranz
4-6 Chicken Eggs (Rasseleier)
1 Paar Bongos
1 Djembe
Effektinstrumente je 1 Mal:
Lotosflöte
Vibraslap (Eselsgebiß)
Flexaton
Vibraton
Rührtrommel
Frosch
Spring Drum
Waldteufel
Regenstab
folgende Materialien in ausreichender Menge:
Bälle
Reifen
Stäbe
Seile
Chiffontücher
Tücher
Sandsäckchen
Papier
Malutensilien
Chinesische Stäbchen
Zusatzausstattung:
Bassklangstäbe (C, D, E, F, G, A, H) oder
1 Bass-Xylophon diatonisch (16 Stäbe) + Schlägel
verschiedene Schlägel (Plastikkopf, Wollköpfe,...)
1 Satz Boomwhackers mit Oktavkappen
1 Satz Granitblocks (Tempelblocksatz, 5 Stück mit Ständer)
1 Chimes
1 Gong
1 Schlitztrommel
1 Oceandrum
Sen Plates
Calimbas
1-2 Congas
Elementare Saiteninstrumente (wie Zupf- und Streichpsalter, Kantele, kleine Harfe)
Weitere Zusatzausstattung siehe fachspezifische Teile.
2. Fachspezifischer Teil
2.1.Elementarer Musikunterricht für Eltern-Kind-Gruppen
(Die Fächerbezeichnung ist in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich)
In der Eltern-Kind-Gruppe musiziert ein Elternteil oder eine andere Bezugsperson mit einem Baby/Kleinkind in der Gruppe miteinander. Durch den gemeinsamen Unterricht wird Musik und Bewegung aktiv gelebt und erlebt und in das soziale Umfeld und Elternhaus getragen. Erwachsene und Kinder sind gleichwertige Teilnehmer/innen. Die Inhalte und Methoden sind so ausgewählt, dass sowohl Kinder als auch Erwachsene Freude an Musik und Bewegung erleben können und in ihren jeweiligen Fähigkeiten angesprochen werden. Im Hinblick auf die prägende Wirkung erster Erfahrungen wird Musik und Bewegung in einer großen Vielfalt angeboten. Ausgehend von der intensiven Beziehung zwischen Erwachsenem und Kind kann das Kind erste soziale Erfahrungen in der Gruppe sammeln.
Rahmenbedingungen und Organisation:
(Rahmenbedingungen siehe Allgemeiner Teil 1.5.)
Alterszusammensetzung:
Grundsätzlich sind Eltern-Kind - Gruppen ab der Geburt möglich. Empfehlenswert sind altershomogene Gruppen (bis zu 6 Monaten Unterschied), da man besser auf die altersspezifischen Bedürfnisse des Kindes eingehen kann. Aber auch altersheterogene Gruppen (z.B. 18 bis 36 Monate) können für alle Teilnehmer/innen bereichernd sein. Wenn möglich sollte sich jeder Erwachsene nur einem Kind widmen. Ein Besuch über mehrere Jahre ist zu empfehlen.
Gruppengröße:
Eine Gruppe kann, je nach Raumgröße, maximal 8 Erwachsenen-Kind-Paare umfassen.
Unterrichtsdauer:
Wöchentlich 40 bis 60 Minuten
Zusatzausstattung:
18 Trommeln ohne Schrauben (Ø 20 cm)
18 kleine Claves
Schlägel mit kurzen Griffen (z.B. Studio 49 PKS1)
18 Rasseleier
18 kleine Schellen
9 Gymnastikmatten oder Decken
1 große Standtrommel
Position der Pädagogin/des Pädagogen:
Die Pädagogin/Der Pädagoge ist Moderator/in, Spielleiter/in und zunehmend Bezugsperson. Die Erwachsenen sollen in ihrer Doppelrolle als Bezugspersonen und selbständige Teilnehmer/innen angesprochen werden.
Kontakt zu den Erwachsenen, Elternarbeit:
Regelmäßige Kontakte mit den Erwachsenen in Form von Informationsabenden und persönlichen Gesprächen ergänzen den Unterricht. Der erste Informationsabend sollte vor der ersten Unterrichtsstunde stattfinden. Unter anderem werden bei diesem ersten Kontakt folgende Gruppenregeln mit den Erwachsenen geklärt:
- Die Erwachsenen tragen die Verantwortung für ihre Kinder
- Die Erwachsenen sind aktive Spielpartner
- Die Kinder entscheiden selbst ob sie aktiv mitmachen wollen
- Unterrichtsstörungen sollten vermieden werden (Trinken, Essen, private Gespräche, eingeschaltetes Handy etc.)
Fachspezifische Unterrichtsziele:
(Diese ergänzen die Unterrichtsziele im Allgemeinen Teil 1.2.)
Methodisch-didaktische Besonderheiten:
(Diese ergänzen die Methodisch-didaktischen Grundsätze, siehe Allgemeiner Teil 1.3.)
Fachspezifische Unterrichtsinhalte:
(Diese ergänzen die Unterrichtsinhalte im Allgemeinen Teil 1.4.)
Im Kleinkindalter findet Lernen vorwiegend durch Bewegungs- und Sinneserfahrungen (Sensomotorik) statt. Die Gehirnentwicklung und somit auch die kognitiven Fähigkeiten wie z.B. der Spracherwerb basieren darauf. Die drei Unterrichtsinhalte Singen und Sprechen, Bewegung und Tanzen sowie die Sinneserfahrungen sind daher besonders eng miteinander verknüpft.
1. Singen und Sprechen
2. Bewegung und Tanz
3. Sinneserfahrungen
4. Elementares Musizieren mit Instrumenten
5. Musiklehre
Fächerbezeichnungen in den Bundesländern Österreichs und Südtirol:
Burgenland: Eltern-Kind-Gruppen (EKG), Kärnten: musik.entdecken, Eltern-Kind Musikgruppe, Niederösterreich: keine einheitliche Bezeichnung (Sing- und Springmäuse, Musikgarten, Eltern-Kind-Gruppen, Eltern-Kind Singen, Spielräume, Muki, Eltern-Kind-Rhythmik u.a.) Oberösterreich: Musikgarten; Salzburg: Eltern-Kind-Musikgruppen, Musikalische Frühförderung, Tirol: Eltern- Kindgruppe, Musikzwerge, Minimäuse; Wien: Eltern-Kind-Gruppe, Kind- Erwachsenen-Gruppe
2.2.Elementarer Musikunterricht für Kinder von 4 bis 6 Jahren
(Die Fächerbezeichnung ist in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich)
Dieses Angebot ermöglicht Kindern den spielerischen und ganzheitlichen Umgang mit Musik im Vorschulalter. Zentrales Anliegen ist es, Neugierde, Begeisterung und Lust auf Musik und Bewegung zu wecken, zu erhalten und Raum zu geben Interessen auszubauen.
Rahmenbedingungen und Organisation:
(Rahmenbedingungen siehe Allgemeiner Teil 1.5.)
Gruppenzusammensetzung:
Zu empfehlen sind altershomogene Gruppen 2 Jahre fortlaufend
Gruppengröße:
Die ideale Gruppengröße liegt zwischen 8 und 10 Kindern. Mit Zustimmung der Pädagogin/des Pädagogen und unter geeigneten räumlichen Voraussetzungen kann die Gruppengröße bis maximal 12 Kinder betragen. Bei besonderen Bedingungen (geographische Randlage, Raumgröße geringer als in den Rahmenbedingungen angegeben) ist eine Gruppe ab 6 Kindern möglich.
Unterrichtsdauer:
Wöchentlich 40-60 Minuten
Position der Pädagogin/des Pädagogen:
Die Pädagogin/Der Pädagoge tritt den Kindern mit Wertschätzung gegenüber. Sie/Er ist Bezugsperson, schafft als Leiter/in eine angenehme Atmosphäre, unterstützt eine positive Gruppendynamik und vermittelt in schwierigen Situationen.
Elternarbeit:
Regelmäßiger Kontakt zu den Eltern soll in vielfältiger Form gesucht und entwickelt werden. Persönliche Gespräche, Elternbriefe, Informations- und Elternabende, Austausch über Zielvorstellungen, Elternmusizierstunden (ohne Kinder), offene Stunden, Mitmach-Gelegenheiten usw. machen das Unterrichtsgeschehen transparent und fördern das Interesse und Verständnis für die Unterrichtsinhalte. Es sei besonders darauf hingewiesen, dass es sich bei der EMP um einen prozessorientierten Unterricht handelt und daher einer Vorführung nicht dieselbe Bedeutung zukommt wie Vorspielstunden oder Konzerten im Instrumentalunterricht. Lehrer/in und Eltern sollten über die Entwicklung des Kindes im Austausch bleiben. Elementare Musikpädagogik | Projekt BKA Lehrplan | 2007-12 Seite 21 von 36
Fachspezifische Unterrichtsziele:
(Diese ergänzen die Unterrichtsziele im Allgemeinen Teil 1.2.)
Methodisch-didaktische Besonderheiten:
(Diese ergänzen die Methodisch-didaktischen Grundsätze, siehe Allgemeiner Teil 1.3.)
Fachspezifische Unterrichtsinhalte:
(Es gelten alle Unterrichtsinhalte des allgemeinen Teils 1.4.)
Fächerbezeichnungen in den Bundesländern Österreichs und Südtirol:
Burgenland, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg: Musikalische Früherziehung, Kärnten: musik.erforschen, musik.erlebnis, Musikalische Früherziehung, Südtirol: Musikalische Früherziehung, Musik und Bewegung, Tirol: Musikalische Früherziehung, Rhythmik mit Percussion, Elementarausbildung 1. Jahr, Singemäuse; Wien: Musikalische Früherziehung, Elementares Musizieren
2.3.Elementarer Musikunterricht für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren
(Die Fächerbezeichnung ist in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich)
Dieses Angebot kann eine Weiterführung des Elementaren Musikunterrichts für Kinder im Alter von 4 - 6 Jahren sein und ermöglicht eine Erweiterung und Vertiefung der bisher erlangten Fähig- und Fertigkeiten. Durch das Miteinanderlernen wird neben motivationalen und sozialen Aspekten auch das Zusammenspiel, welches beim späteren Musizieren in Ensembles, Orchestern und Chören eine wesentliche Rolle einnimmt, gefördert. Der Elementare Musikunterricht für diese Altersstufe ist grundsätzlich ein eigenständiges Angebot, kann aber auch als Hinführung zum Instrumental- und Gesangsunterricht betrachtet werden. Ebenso ist es sinnvoll den Unterricht parallel zum Instrumentalunterricht zu besuchen, da sich die Inhalte aus beiden Bereichen gut ergänzen. In diesem Fall ist eine Zusammenarbeit zwischen EMPLehrerin/ Lehrer und den Instrumentallehrerinnen und –lehrern wünschenswert. Die vielseitige Beschäftigung mit Musik bietet den Kindern die Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln, Interessen zu entwickeln und ihren persönlichen musikalischen Weg zu finden.
Rahmenbedingungen und Organisation:
(Rahmenbedingungen siehe Allgemeiner Teil 1.5.)
Alterszusammensetzung/Gruppenzusammensetzung:
Sowohl altershomogene als auch heterogene Gruppen sind möglich.
Gruppengröße:
Die Größe der Gruppe kann je nach Unterrichtsmodell und Raumgröße zwischen 4 und 10 Kindern variieren.
Unterrichtsdauer:
50 bis 100 Minuten wöchentlich oder geblockte Unterrichtseinheiten
Position der Pädagogin/des Pädagogen:
Die Pädagogin/Der Pädagoge tritt den Kindern mit Wertschätzung gegenüber. Sie/Er ist Bezugsperson, schafft als Leiter/in eine angenehme Atmosphäre, unterstützt eine positive Gruppendynamik und vermittelt in schwierigen Situationen.
Elternarbeit:
Regelmäßiger Kontakt zu den Eltern soll in vielfältiger Form gesucht und entwickelt werden. Persönliche Gespräche, Elternbriefe, Informations- und Elternabende, Austausch über Zielvorstellungen, Elternmusizierstunden (ohne Kinder), offene Stunden, Mitmach-Gelegenheiten usw. machen das Unterrichtsgeschehen transparent und fördern das Interesse und Verständnis für Elementare Musikpädagogik | Projekt BKA Lehrplan | 2007-12 Seite 23 von 36 die Unterrichtsinhalte. Lehrer/in und Eltern sollten über die Entwicklung des Kindes im Austausch bleiben. Es sei besonders darauf hingewiesen, dass es sich beim elementaren Musizieren um einen prozessorientierten Unterricht handelt. Für diese Altersgruppe gewinnen jedoch auch Vorführungen an Bedeutung und können motivierend und bereichernd sein.
Fachspezifische Unterrichtsziele: (Es gelten alle Unterrichtsziele des allgemeinen Teils 1.2.)
Methodisch-didaktische Besonderheiten:
(Diese ergänzen die Methodisch-didaktischen Grundsätze, siehe Allgemeiner Teil 1.3.)
Fachspezifische Unterrichtsinhalte:
(Diese ergänzen die Unterrichtsinhalte im Allgemeinen Teil 1.4.)
Elementarer Musikunterricht für Kinder im Alter von 6-12 Jahren ist mit verschiedenen Schwerpunktsetzungen möglich. Zum Beispiel mit Schwerpunkt
Fächerbezeichnungen in den Bundesländern Österreichs und Südtirol:
Burgenland: Musikalische Grundausbildung (MGA), Kärnten: musik.experimente, musik.erlebnis, Musikalische Grundausbildung, Niederösterreich: Elementarkurs Schlagwerk, Elementarkurs Blockflöte, Rhythmik, Musikalische Grundausbildung, Oberösterreich: Musikwerkstatt Salzburg: Musikalische Grundausbildung (MGA), Spielmusik, Klangzauberwerkstatt, Steiermark: Musikalische Grundschulung, Klassenmusizieren, Südtirol: Singen 1 bis 5, Musik-Tanz-Theater (MTT), Musik- und Theaterwerkstatt, Kinderchor, Schulchor, Lausbubenchor, Knabenchor, Rhythmik (Rhythmische Erziehung), Musikbaukasten, Klangwerkstatt, Sing- und Spielkreis; Tirol: Musikalische Grundausbildung, Schlagwerk Elementar, Elementare Tanz-, Musik- und Bewegungserziehung (ELTAMUBE), Rhythmusgruppe, Elementarausbildung 2. und 3. Jahr, Musikwerkstatt, Spielmusik, Tanzbären (Musical), Minimusical, Tonwerkstatt, Elementarkurs mit Schwerpunktfach: Kinderchor, Tanz, Blockflöte, Gitarre, Blech, Saitenspiel, Orff-Ensemblemusizieren; Wien: Musikalische Grundausbildung (MGA), Rhythm&More, Octopus-Projekt, Flo-Walzer, Vorarlberg: Musikalische Grundausbildung (MGA), Spielmusik
2.4.Elementarer Musikunterricht für Jugendliche
Einer der wichtigsten Aspekte der Jugendarbeit ist die Hilfestellung bei der Identitätsfindung. Der Elementare Musikunterricht leistet hier einen positiven Beitrag. Die Teilnehmer/innen haben die Möglichkeit sich kreativ zu betätigen und erleben durch die Zugehörigkeit zur Gruppe ein Gefühl der Sicherheit. Durch das Verfolgen von gemeinsamen Interessen entstehen ein Sich -Abgrenzen von der Erwachsenenwelt und zugleich ein Hineinwachsen in diese.
Rahmenbedingungen und Organisation:
(Rahmenbedingungen siehe Allgemeiner Teil 1.5.)
Gruppenzusammensetzung:
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von ca. 12 bis 18 Jahren. Homogene und heterogene Gruppenkonstellationen sind möglich.
Gruppengröße:
Eine Gruppe kann je nach Raumgröße 6 bis 12 Jugendliche umfassen.
Unterrichtsdauer:
Wöchentlich 50 bis 100 Minuten
Blockunterricht ist möglich
Zusatzausstattung:
- Neue Medien wie Computer, Mikrophone, Video etc.
- Vielfältige Auswahl an Perkussionsinstrumenten (z.B. Congas, Bongos,Djemben) und Drumset
Position der Pädagogin/des Pädagogen:
Die Pädagogin/Der Pädagoge nimmt neben einer leitenden auch eine unterstützende Rolle ein. Sie/Er ist Gestaltungspartner/in, Koordinator/in, Initialzünder/in und falls notwendig letzte Entscheidungsinstanz. Sie/Er steht dem sozialen und kulturellen Umfeld der Jugendlichen offen gegenüber.
Fachspezifische Unterrichtsziele:
(Es gelten alle Unterrichtsziele des allgemeinen Teils 1.2.)
Methodisch-didaktische Besonderheiten:
(Diese ergänzen die Methodisch-didaktischen Grundsätze, siehe Allgemeiner Teil 1.3.)
Fachspezifische Unterrichtsinhalte:
(Diese ergänzen die Unterrichtsinhalte im Allgemeinen Teil 1.4.)
Folgende inhaltliche Schwerpunkte sind möglich:
1. Singen und Sprechen
2. Bewegung und Tanz
  • Eine breite Palette von vorgegebenen und freien Bewegungs- und Tanzformen anbieten. (z.B. Modern Dance, Jazz Dance, Hip-Hop, Streetdance)
  • Körperarbeit in Hinblick auf entwicklungsbedingte Veränderungen
  • 3. Sinneserfahrungen
    (siehe Allgemeiner Teil 1.4.)
    4. Elementares Musizieren mit Instrumenten
    5. Musikhören
    (siehe Allgemeiner Teil 1.4.)
    6. Musiklehre
    7. Instrumenteninformation
    Fächerbezeichnungen in den Bundesländern Österreichs und Südtirol:
    Südtirol: Jugendchor, Sing & Swing, Jazz- und Popularmusik, Vokalausbildung; Tirol: Rhythmus und Bewegung, Elementarkurs mit Schwerpunktfach: chorische Stimmbildung, Gitarre, Akkordeon, Keyboard; Wien: Rhythm&More
    2.5.Elementarer Musikunterricht für Erwachsene
    Elementarer Musikunterricht wird für interessierte Erwachsene mit und ohne musikalische Vorkenntnissen angeboten. Der Unterricht ermöglicht eine gute Alternative und einen Ausgleich zu den oft kognitiv orientierten Tätigkeiten im Alltag. Kreative Betätigung, aktive Beteiligung, körperliches und emotionales Erleben stehen im Vordergrund. Dabei werden das intellektuelle Potenzial und musikalische Vorkenntnisse, die Erwachsene mitbringen, genutzt. Die Lust auf Rhythmus, Stimme, Tanzen, Bewegen, Musizieren, Lieder begleiten, Malen, Hören, Improvisieren, Komponieren und vieles mehr soll geweckt und ausgebaut werden.
    Rahmenbedingungen und Organisation:
    (Rahmenbedingungen siehe Allgemeiner Teil 1.5.)
    Alterszusammensetzung/Gruppenzusammensetzung:
    Homogene und heterogene Gruppenkonstellationen von jungen Erwachsenen bis zu Seniorinnen und Senioren sind möglich.
    Gruppengröße:
    Eine Gruppe kann je nach Raumgröße maximal 12 Teilnehmer/innen umfassen.
    Unterrichtszeit:
    Wöchentlich 50 bis 100 Minuten oder geblockte Unterrichtseinheiten
    Zusatzausstattung:
    Attraktives Instrumentarium (z.B. Djemben, Mallets)
    Position der Pädagogin/des Pädagogen:
    Ziel ist es, von der leitenden auch zur begleitenden Rolle zu finden. Die Lehrkraft wird zunehmend zur Partnerin/zum Partner im Unterrichtsgeschehen, und gibt den Teilnehmer/innen die Möglichkeit, den Prozess selbständig mit zu gestalten.
    Fachspezifische Unterrichtsziele:
    (Es gelten alle Unterrichtsziele des allgemeinen Teils 1.2.)
    Methodisch-didaktische Besonderheiten:
    (Diese ergänzen die Methodisch-didaktischen Grundsätze, siehe Allgemeiner Teil 1.3.)
    Fachspezifische Unterrichtsinhalte:
    (Diese ergänzen die Unterrichtsinhalte im Allgemeinen Teil ?? 1.4.)
    1. Singen und Sprechen
    2. Bewegung und Tanz
    3. Sinneserfahrungen
    (siehe Allgemeiner Teil 1.4.)
    4. Elementares Musizieren mit Instrumenten
    5. Musikhören
    (siehe Allgemeiner Teil 1.4.)
    6. Musiklehre
    7. Instrumenteninformation
    Fächerbezeichnungen in den Bundesländern Österreichs und Südtirol:
    Oberösterreich: Musikwerkstatt (für Erwachsene), Salzburg: Erwachsenen- Musikgruppe, Südtirol: Vokalausbildung; Tirol: Rhythmus und Bewegung, Elementarkurs Schwerpunktfach: chorische Stimmbildung, Gitarre, Akkordeon, Keyboard;
    2.6.Elementarer Musikunterricht für Seniorinnen und Senioren
    Der Elementare Musikunterricht ist ein sinnvolles und förderndes Bildungsangebot für Senioren mit und ohne musikalische Vorkenntnisse. Der kreative, unbefangene Kontakt mit Musik, Bewegung und Tanz gibt vielseitige, wichtige Anregungen auf emotionaler, kognitiver, physiologischer und sozialer Ebene.
    Im Vordergrund stehen nicht so sehr Lernziele im klassischen Sinne, sondern viel mehr Freude und Interesse an neuen Erfahrungen und am gemeinsamen Tun in einer Gruppe.
    Rahmenbedingungen und Organisation:
    (Rahmenbedingungen siehe Allgemeiner Teil 1.5.)
    Alterszusammensetzung/Gruppenzusammensetzung:
    Seniorenalter
    Gruppengröße:
    Je nach Raumgröße und Wunsch der/des Unterrichtenden kann die maximale Gruppengröße festgelegt werden.
    Empfehlenswert ist eine Gruppengröße von 6 bis 14 Teilnehmer/innen.
    Gegebenenfalls ist die Begleitung und Unterstützung einzelner Teilnehmer/innen durch eine zweite Lehrkraft oder eine Betreuungsperson notwendig und sinnvoll.
    Unterrichtszeit:
    50 bis 100 Minuten wöchentlich
    Zusatzausstattung:
    Genügend Platz für Bewegung und zum Sitzen (altersgerechte Sitzmöbel) Position der Pädagogin/ des Pädagogen:
    Die Aufgabe der Pädagogin/des Pädagogen ist es, in leitender Position die Seniorinnen und Senioren zu begleiten, sie zu motivieren und zu unterstützen. Wichtig ist der respektvolle Umgang mit den älteren Menschen, die der jeweiligen Lehrkraft in Lebensjahren, Erfahrungen und gelebtem Leben immer einiges voraus sind.
    Fachspezifische Unterrichtsziele:
    (Diese ergänzen die Unterrichtsziele im allgemeinen Teil 1.2.)
    Ziele sind z.B. die Förderung von:
    — Beweglichkeit und Wahrnehmungsfähigkeit
    — Merkfähigkeit und Erinnerungsvermögen, Konzentration
    — Motivationsbereitschaft, Frustrationstoleranz, Offenheit
    — Begeisterungsfähigkeit, emotionalem Gleichgewicht
    — Interaktion mit der Umwelt, Geborgenheit in der Gruppe
    Methodisch-didaktische Besonderheiten:
    (Diese ergänzen die Methodisch-didaktischen Grundsätze, siehe Allgemeiner Teil 1.3.)
    Fachspezifische Unterrichtsinhalte:
    (Diese ergänzen die Unterrichtsinhalte im Allgemeinen Teil 1.4.)
    1. Singen und Sprechen
    2. Bewegung und Tanz
    3. Sinneserfahrungen
    4. Elementares Musizieren mit Instrumenten
    5. Musikhören
    6. Musiklehre
    7. Instrumenteninformation
    Fächerbezeichnungen in den Bundesländern Österreichs und Südtirol:
    Wien: Elementares Musizieren im Seniorenheim
    Salzburg: Musik und Bewegung für Senioren
    2.7.Elementarer Musikunterricht für Menschen mit Behinderung
    Das Unterrichtsfach besuchen Menschen jeder Altersstufe mit verschiedenen Behinderungsgraden und Behinderungsarten. Menschen mit Behinderung können auch in integrativ und inklusiv* geführten Gruppen unterrichtet werden. Die Hauptaufgabe besteht darin, Menschen in ihrer Persönlichkeit anzunehmen, ihre Fähigkeiten und Talente, insbesondere im musikalischen Bereich zu entdecken und zu fördern. Die Teilnehmer/innen werden so bei der Gestaltung ihres Lebens auf dem Weg zur weitgehenden Selbstständigkeit unterstützt, beziehungsweise wird damit eine Hilfestellung zur Aufrechterhaltung der Selbstständigkeit gegeben.
    Der Unterricht soll zur Steigerung der Lebensqualität beitragen. Die Schaffung einer angenehmen Atmosphäre, entsprechende Zuwendung, das Gefühl des "Angenommen-Seins" und die Vermittlung von Geborgenheit sind wichtige Komponenten des Unterrichts. Auf dieser Basis und in der für alle Teilnehmer/innen überschaubaren Gemeinschaft steht die Freude am gemeinsamen Agieren, am aktiven Erleben und Gestalten über das Medium Musik im Vordergrund. Es sollen aber auch individuelle musikalische und bewegungsmäßige Kompetenzen erweitert und die reproduktive, rezeptive und vor allem produktive Musikalität der Teilnehmer/innen gefördert werden.
    Rahmenbedingungen und Organisation:
    Der Unterricht kann sowohl in der Musikschule als auch in Betreuungseinrichtungen stattfinden. Vor allem für Menschen die in einer Institution leben ist ein Angebot außerhalb der Betreuungseinrichtung ein wichtiger Schritt zur Integration. Voraussetzung für den Unterricht sind folgende
    zusätzliche Rahmenbedingungen:
    Mögliche Zusatzausstattung: * siehe Beitrag von Shirley Salmon „Inklusive Musikschule“ unter www. …
    Elternarbeit:
    Zusätzlich zur Elternarbeit sind Kontakt und Austausch mit den betreuenden Personen und Einrichtungen wichtig.
    Alterszusammensetzung/Gruppenzusammensetzung:
    Empfehlenswert sind entwicklungs- bzw. interessenshomogene Gruppen, da besser auf die Bedürfnisse der Teilnehmer/innen eingegangen werden kann. Aber auch Gruppenzusammenstellungen mit gemischtem Entwicklungsstand können für alle bereichernd sein. Die Gruppen können integrativ und/oder heilpädagogisch geführt werden. Gegebenenfalls ist die Begleitung und Unterstützung einzelner Teilnehmer/innen durch eine zweite Lehrkraft oder eine Betreuungsperson notwendig und sinnvoll.
    Gruppengröße:
    Es gibt Unterricht in Zweiergruppen, Klein- und Großgruppenunterricht. Eine Gruppe kann, je nach Raumgröße, maximal 10 Teilnehmer/innen umfassen. Für größere Gruppen empfiehlt sich Teamteaching.
    Unterrichtsdauer:
    Wöchentlich 30 bis 100 Minuten
    Position der Pädagogin/ des Pädagogen:
    Die anleitende und animierende Funktion der Pädagogin/des Pädagogen nimmt zur Motivation der Teilnehmer/innen einen besonders hohen Stellenwert ein.
    Fachspezifische Unterrichtsziele:
    (Diese ergänzen die Unterrichtsziele im Allgemeinen Teil 1.2.)
    Methodisch-didaktische Besonderheiten:
    (Diese ergänzen die Methodisch-didaktischen Grundsätze, siehe Allgemeiner Teil 1.3.)
    Fachspezifische Unterrichtsinhalte:
    Diese ergänzen die Unterrichtsinhalte im Allgemeinen Teil 1.4.)
    Der Unterricht ist mit verschiedenen Schwerpunktsetzungen möglich. Zum Beispiel mit Schwerpunkt
    1. Singen und Sprechen
    2. Bewegung und Tanz
    3. Sinneserfahrungen
    4. Elementares Musizieren mit Instrumenten
    5. Musikhören
    6. Musiklehre
    Fächerbezeichnungen in den Bundesländern Österreichs und Südtirol:
    Oberösterreich: Kreatives Musikgestalten, Tirol: Elementare Musikpädagogik mit Behinderung – Schlagwerk, Musikalische Früherziehung mit therapeutischen Ansätzen und Elementen, Musikalische Grundausbildung mit therapeutischen Ansätzen und Elementen;
    3. Facetten des Elementaren Musikunterrichts
    Berichte über Unterrichtsangebote aus den einzelnen Bundesländern Österreichs und Südtirol
    3.1 Elementare Musikpädagogik mit Jugendlichen?!
    3.2 Elementarkurs Schlagwerk
    3.3 Musikunterricht mit Instrument
    3.4 Elementares Musizieren mit Erwachsenen
    3.5 Musikalische Früherziehung im Kindergarten
    3.6 Elementares Musizieren mit Klavier©
    3.7 Klang und Farbe
    3.8 Erfahrungsbericht Musikwerkstatt
    3.9 Musikkunde (Musiklehre/Gehörbildung 1) mit elementarem Ansatz
    3.10 Es singen viele Vögelein
    3.11 Elementare Musikpädagogik mit Senioren
    3.12 Gitkids
    3.13 Gehör los!
    3.14 Kreatives Musikgestalten in der LMS Alkoven/Eferding
    3.15 Triolino
    3.16 Octopus-Projekt an der Musikschule Wien Ottakring
    3.17 „Elementares Musiktheater in Integrationsklassen“
    3.18 „Ich bin wieder jung geworden“
    3.19 Elementare Musik- und Tanzpädagogik mit hörbeeinträchtigeten Kindern
    3.20 „Musikalische Lebenshilfe“
    3.21 Eine Zukunftsvision: Inklusive Musikschule – Musikschule für alle
    3.22 Rhythmik
    3.23 Kreatives Musikgestalten
    3.24 Die Singklassen in Südtirol
     Projekt_EMP_Facettenberichte.pdf
     KOMU - Konferenz der österreichischen Musikschulwerke
    VESCON Systemtechnik GmbH