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Lehrplan
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Über diesen Lehrplan
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Fachspezifischer Teil - Violoncello
 Lehrplan Violoncello zum Download
1. Repertoire – inhaltliche Breite
Basierend auf einem natürlichen Zugang zum Cellospiel sollte es den SchülerInnen ermöglicht werden, verschiedene Stilepochen, stilistische Vielfalt, unterschiedliche Gattungen und die breite Einsatzmöglichkeit des Instrumentes kennen zu lernen. Eine Balance zwischen inhaltlicher Breite und individueller Schwerpunktsetzung sollte gesucht werden.
Das Violoncello bietet eine große Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten – als Bassbegleitung, in der Kammermusik, im Orchester und als Soloinstrument.
Das vielfältige Repertoire umfasst alle Epochen und unterschiedliche Tonsprachen. Es reicht von mittelalterlicher Musik, Renaissance, Barock, Klassik und Romantik bis zu den verschiedenen Strömungen der Moderne.
Als Ergänzung des Repertoires an klassischer Originalliteratur kann angeboten werden:
>>> Literaturdatenbank
2. Musizierformen
Gemeinsames Musizieren sollte von Anfang an Bestandteil der musikalischen Ausbildung sein, um das Hörvermögen, interaktive Fähigkeiten und soziale Kompetenzen zu fördern und zu erweitern.
Hilfsmittel:
>>> Literaturdatenbank
3. Eignung, Lernvoraussetzungen
Ein Unterricht am Violoncello ist schon im Vorschulalter möglich. Empfehlenswert ist bei Kindern (egal welchen Alters) ein Beratungsgespräch mit den Eltern, um Eignung und Rahmenbedingungen abzuklären.
Anhaltspunkte für die Entscheidung sind:
Rahmenbedingungen:
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 3.
>>> Literaturdatenbank
4. Ganzheitliche Pädagogik
Verschiedene Methoden können zum Ziel führen (Methodenvielfalt, Methodenfreiheit). Die Lehrkraft wählt die entsprechende Methode je nach Entwicklungstand und Wahrnehmungstyp der SchülerInnen, wobei ein Lern-Zielorientierter Instrumentalunterricht empfohlen wird.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 3.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 4.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 5.
>>> Literaturdatenbank
5. Körper und Instrument, Technik
Verschiedene Methoden können zum Ziel führen (Methodenvielfalt, Methodenfreiheit). Die Lehrkraft wählt die entsprechende Methode je nach Entwicklungstand und Wahrnehmungstyp der SchülerInnen, wobei ein Lern-Zielorientierter Instrumentalunterricht empfohlen wird.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 2.3.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 2.5.
>>> Literaturdatenbank
6. Kultur-, musikhistorisches und musikkundliches Wissen
Musikalische Bildung umfasst nicht nur die Fertigkeiten am Instrument sondern auch musikhistorisches, musikkundliches und allgemeines Kulturwissen. Dabei muss ausreichend Unterrichtszeit zur Verfügung stehen und auf die Notwendigkeit von Ergänzungsfächern und Projekten hingewiesen werden. Hier kann auch die Mitarbeit der Eltern hilfreich sein.
>>> siehe auch: Punkt 16
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 5.3.
>>> Literaturdatenbank
7. Lebendiger Unterricht und vielfältige Unterrichtsformen
Einzel-, Partner-, Gruppen-, Ensemble- und Klassenunterricht
Methodische Flexibilität bezieht sich auch auf Unterrichtsformen – diese sind weder grundsätzlich gut noch schlecht, sondern lediglich danach zu beurteilen, ob sie in Bezug auf die definierten Intentionen und die anstehenden Inhalte zielführend sind.
Auch wenn zunehmend neue Unterrichtsformen den traditionellen Einzelunterricht ergänzen: Eine wichtige Quelle positiver persönlicher und musikalischer Entwicklung der SchülerInnen an einer Musikschule ist eine persönliche, vertrauensvolle und beständige Beziehung zu ihren LehrerInnen.
Traditionell spielt der Einzelunterricht gerade im Bereich der Streichinstrumente die wichtigste Rolle. Andere Unterrichtsformen (z.B. Partner- oder Gruppenunterricht) können aber hilfreich für das Erreichen mancher pädagogischer und musikalischer Ziele sein. Die Wahl der Unterrichtsformen sollte im Ermessen der Lehrkraft liegen und nach fachlichen und pädagogischen Gesichtspunkten erfolgen.
So früh wie möglich sollten die SchülerInnen zum Ensemblespiel hingeführt werden. Den Anfang bildet meist das Zusammenspiel innerhalb der Klasse – vom Duo bis zum Violoncelloensemble.
Die Förderung von besonders begabten und talentierten SchülerInnen mit zusätzlicher Unterrichtszeit wird empfohlen.
Klassenunterricht (Roland, Essential Elements etc.) ist im Hinblick auf die Zielsetzung des Unterrichts und die Leistungsstufen gesondert zu betrachten.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 5.
>>> Literaturdatenbank
8. Übeformen/Übepraxis
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 6.
>>> Literaturdatenbank
9. Einbeziehung und Mitarbeit der Eltern
Die Eltern sollen allgemein in das Musikschulleben aktiv integriert werden. Beim Unterricht stehen die SchülerInnen im Mittelpunkt, die Mitarbeit der Eltern ist daher individuell anzupassen.
Es gilt die reine Elterninformation von der aktiven Elternarbeit zu unterscheiden und einen geeigneten Mittelweg zwischen zu wenig Interesse und zu viel Engagement zu finden, um auch die Selbstständigkeit der SchülerInnen zu fördern. Ein positives Zusammenwirken von Musikschule, LehrerInnen, SchülerInnen und Erziehungsberechtigen fördert den Bildungsweg.
Einige hilfreiche Punkte:
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 6.5.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 8.5.
>>> Literaturdatenbank
10. Vorbereitung und Nachbereitung des Unterrichts
Je besser die Vorbereitung und das Konzept, desto effizienter kann der Unterricht sein.
Es gilt, verschiedene Punkte der Vorbereitung zu unterscheiden:
  1. Allgemeine Unterrichtsvorbereitung und Organisation/Administration in jeglicher Form
  2. Spezielle Unterrichtsvorbereitung – die SchülerInnen betreffend – projektbezogen
  3. Individuelle Vorbereitung der Lehrkraft – eigenes Üben – Fortbildung – Literatur – Lehrplan
  4. Wöchentliche/längerfristige Vorbereitungen – Zielsetzungen sowie die wöchentliche/längerfristige Nachbereitung und Reflektieren
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 8.
>>> Literaturdatenbank
11. Lernziele/Bildungsziele (nach Entwicklungsstufen/Leistungsstufen)
Als Grundstruktur wird von vier Entwicklungsstufen ausgegangen: Elementar-, Unter-, Mittel- und Oberstufe.
Die Stufen dauern je nach Alter, Vorbildung (z.B. Musikalische Früherziehung), Unterrichtsform, Unterrichtsdichte und Unterrichtsdauer zwischen 2 (Elementarstufe) und mehreren Jahren. Ebenso müssen Faktoren wie das Anfangsalter, das psychologische und soziale Umfeld der SchülerInnen, ein Wechsel der Lehrkraft und etwaige Erkrankungen berücksichtigt werden.
Es sollten in allen Stufen neben der Technik am Instrument und der Musikalität die folgenden Punkte gefördert werden:
Entsprechend den Stufen müssen an der Musikschule Theoriekurse (Elementare Musikkunde, Musikkunde 1, 2, und 3) angeboten und von den SchülerInnen besucht werden. Die im Theorieunterricht erworbenen Kenntnisse sollen in die Praxis umgesetzt werden (z.B. Tonleiter spielen etc.). Der Besuch eines Elementaren Musikkundekurses wird empfohlen.
Aktivitäten der SchülerInnen wie Auftritte, Konzerte und Konzertbesuche sind für das Fortkommen am Instrument sehr wichtig und sollen von der Lehrkraft unterstützt und gefördert werden.
Durch eine abwechslungsreiche Gestaltung und Auswahl der Unterrichtsliteratur in allen Leistungsstufen wird den SchülerInnen die Möglichkeit gegeben, verschiedene Epochen und Stile kennen zu lernen.
Die vorgeschlagenen Zielvorstellungen geben einen groben Anhaltspunkt für die Entwicklung bzw. die Mindestanforderungen in einer Entwicklungsstufe. Da es aber sehr unterschiedliche Methoden gibt, kann es sein, dass eine Lehrkraft die eine oder andere Fertigkeit schon früher einführt und dafür etwas anderes erst später (z.B. früher mit dem Lagenspiel und dafür erst später mit der Streckung der Hand beginnt.)
Die Ziele und Anforderungen unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland, das hier Angeführte kann als Leitfaden dienen.
Elementarstufe
In der Elementarstufe werden mit den ersten Schritten am Instrument Basiswissen und musikalische Grundfertigkeiten angelegt: Elementare Spieltechnik, technische und musikalische Grundlagen (z.B. Notenlesen, Rhythmik, Spiel nach Gehör, Tonleitern) und erstes gemeinsames Musizieren.
Anregungen, Anhaltspunkte:
Unterstufe
In der Unterstufe werden die technischen Fertigkeiten am Instrument und die allgemeinen musikalischen Fähigkeiten gefestigt und weiter ausgebaut. Das bedeutet auch, Einblick in verschiedene Epochen und Stile zu erhalten, sowie erste Kammermusikerfahrungen zu machen.
Mittelstufe
In der Mittelstufe werden die bisher erworbenen Fähigkeiten weiter ausgebaut, außerdem wird auf größere Werke der Celloliteratur eingegangen und die Selbstständigkeit der SchülerInnen noch mehr gefördert, sowohl im Solospiel als auch in der Kammermusik.
Oberstufe
In der Oberstufe sollten die SchülerInnen einen hohen Grad an Selbstständigkeit erlangt haben und einen Einblick in Werke aus allen Epochen besitzen. Weiters sollte die Oberstufe als Vorbereitung für eine musikalische Berufsausbildung dienen.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 7.
>>> Literaturdatenbank
12. Empfehlungen für Übertrittsprüfungen
Da es teilweise unterschiedliche Kriterien für Übertrittsprüfungen in den Bundesländern gibt, kann das hier Angeführte als Leitfaden dienen.
Studienabschnitte:
Bei den Prüfungsanforderungen ist die Unterrichtsform zu berücksichtigen.
Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, um in die nächste Ausbildungsstufe zu gelangen (in Verknüpfung mit einem besuchten Theorieunterricht):
Der Vorteil bei einem Sammelpass liegt darin, dass es für die SchülerInnen leicht nachvollziehbar ist, was notwendig ist, um in die nächste Stufe zu gelangen (z.B. Theorie, Ensemblespiel, Konzertbesuch, bestimmte instrumentale Fertigkeiten).
Motivierende "Feed back"-Gespräche zwischen Lehrkraft und SchülerInnen (bzw. Eltern) werden angeregt.
Die Wertschätzung über die abgelegte Prüfung soll in einer dem Anlass entsprechenden Feier zum Ausdruck gebracht werden, z.B. durch Überreichung einer Urkunde (Abzeichen oder Ähnliches) durch Persönlichkeiten aus dem Kulturleben.
Elementarprüfung
(von der Elementar- in die Unterstufe)
Eignungsfeststellung (Überprüfung der Lernziele der Elementarstufe) in kindgerechter Form.
1. Übertrittsprüfung
(von der Unter- in die Mittelstufe)
Es wird empfohlen, die 1. Übertrittsprüfung nicht vor dem 12. Lebensjahr anzusetzen.
Dauer des Vorspiels: ca. 10 Minuten
Technische Anforderungen:
2. Übertrittsprüfung
(von der Mittel- in die Oberstufe)
Dauer des Vorspiels: ca. 15 bis 20 Minuten
Technische Anforderungen:
Abschlussprüfung
(am Ende der Oberstufe)
Dauer des Vorspiels: ca. 25 bis 30 Minuten Repräsentativer Querschnitt des bisherigen musikalischen Werdegangs.
StudienanwärterInnen orientieren sich an den Anforderungen einer Aufnahmeprüfung der weiterführenden Institutionen.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 7.
>>> Literaturdatenbank
13. Besondere Hinweise zum „frühinstrumentalen Unterricht“ und zum Unterricht mit „jugendlichen und erwachsenen AnfängerInnen“
Frühinstrumentaler Unterricht
Ein Beginn im Vorschulalter ist wegen der Unbefangenheit, Offenheit und Entwicklungsmöglichkeit der Kinder empfehlenswert.
Voraussetzungen und Aspekte:
Jugendliche und erwachsene AnfängerInnen
Die Struktur und das Bildungsangebot ermöglichen einen Zugang zur Musik in jedem Alter. Durch die pädagogische Betreuung soll eine bleibende Beziehung zur Musik geschaffen werden.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 3.
>>> Literaturdatenbank
14. Hinweise zum Unterricht mit „Menschen mit Behinderungen“
Sonderpädagogik soll in der Musikschule grundsätzlich möglich sein, die Bereitschaft und Fähigkeit der Lehrkraft ist jedoch Voraussetzung. Bei Bedarf muss eine Aus- oder Fortbildung und/oder zusätzliche fachliche Hilfestellung möglich sein.
>>> siehe auch: Allgemeiner Teil 3.
>>> Literaturdatenbank
15. Instrumentenkundliches (Sonderformen, Pflege, Kauf, ...)
An der Musikschule sollten Leihinstrumente vorhanden sein. Die Eltern sollten auf Leihinstrumente Leasing-Systeme für Celli in allen Größen aufmerksam gemacht werden.
>>> Literaturdatenbank
16. Fachspezifische Besonderheiten
>>> Literaturdatenbank
 KOMU - Konferenz der österreichischen Musikschulwerke
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